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Flutter oder React Native? Der Vergleich.

Beide bauen Apps für iOS und Android aus einer Codebasis, und für die meisten Business-Apps sind beide gut genug. Die Unterschiede liegen darin, wie die Oberfläche entsteht, welche Sprache Ihr Team schreibt und wie gut sich mehrere Marken aus einem Code bauen lassen.

Von Thomas, Gründer und GeschäftsführerStand 15. Oktober 20268 Minuten Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Flutter stammt von Google und zeichnet die Oberfläche selbst, deshalb sieht eine Flutter-App auf jedem Gerät gleich aus. Programmiert wird in Dart.
  • React Native stammt von Meta und nutzt die Bedienelemente des Betriebssystems. Programmiert wird in JavaScript oder TypeScript mit React.
  • Wir setzen für plattformübergreifende Apps auf Flutter; damit haben wir unter anderem die Apps von MOVEVO, WBS TRAINING und PULS 24 entwickelt. React Native ist eine gute Wahl, wenn Ihr Team schon mit React arbeitet.

Die Unterschiede auf einen Blick.

Flutter und React Native im Vergleich
FlutterReact Native
HerstellerGoogleMeta
SpracheDartJavaScript oder TypeScript mit React
Ausführungvorab in Maschinencode übersetztals Bytecode in der JavaScript-Engine Hermes
Oberflächezeichnet Flutter selbst, mit eigener EngineBedienelemente des Betriebssystems
Aussehenauf iOS und Android gleichfolgt dem jeweiligen Betriebssystem
PlattformeniOS, Android, Web, Windows, macOS, LinuxiOS und Android; Web und Desktop über zusätzliche Projekte
MitgeliefertBedienelemente, Navigation und TestwerkzeugeGrundbausteine; Navigation und vieles andere über Bibliotheken

Beide sind Open Source und werden von großen Unternehmen weiterentwickelt. Für Apps mit Formularen, Listen, Karten und Dashboards reichen beide.

Wer zeichnet die Oberfläche?

Schematische Darstellung: Flutter übersetzt Dart vorab in Maschinencode und zeichnet die Oberfläche mit der eigenen Engine, deshalb sieht die App auf iOS und Android gleich aus. React Native führt JavaScript oder TypeScript als Bytecode in der Engine Hermes aus und nutzt die Bedienelemente des Betriebssystems, die sich je Plattform unterscheiden.

Flutter zeichnet jeden Knopf und jede Liste mit seiner eigenen Engine. Eine Flutter-App sieht deshalb auf jedem Gerät gleich aus, und ein eigenes Design lässt sich bis ins Detail umsetzen. Allerdings zieht Ihre App nicht automatisch mit, wenn Apple oder Google das Aussehen ihrer Bedienelemente ändern. Meist ist das gewollt; neue Systemoptik übernehmen Sie dann bewusst.

React Native erzeugt zur Laufzeit die Bedienelemente des Betriebssystems. Die App fühlt sich dadurch auf dem iPhone wie eine iPhone-App an und auf Android wie eine Android-App. Wer auf beiden Plattformen exakt dasselbe Design will, muss die Unterschiede einzelner Elemente ausgleichen.

Performance: Wie schnell sind die Apps?

Flutter übersetzt den Code vorab in Maschinencode für das Gerät. React Native führt JavaScript in der Engine Hermes aus, die den Code beim Erstellen der App in Bytecode übersetzt. In Apps mit Formularen, Listen und Dashboards merken Nutzer:innen davon in der Regel nichts. Unterschiede zeigen sich eher bei aufwendigen Animationen, wo Flutter davon profitiert, dass es jedes Bild selbst zeichnet.

Spürbarer ist im Alltag oft, wie schnell das Backend antwortet, wie Bilder geladen werden und ob die App auch ohne Netz arbeitet.

Welche Sprache Ihr Team mitbringt.

React Native nutzt JavaScript oder TypeScript und React. Arbeitet Ihr Team schon mit React im Web, findet es sich schnell zurecht, und Teile der Logik lassen sich mit einer Web-App teilen. Dart, die Sprache von Flutter, ist außerhalb von Flutter-Projekten wenig verbreitet. Wer Java, Kotlin, Swift oder TypeScript kennt, lernt sie aber schnell.

Für die Wartung zählt, wie viel fremder Code in der App steckt. Flutter bringt Bedienelemente, Navigation und Testwerkzeuge weitgehend selbst mit. Bei React Native kommen dafür öfter zusätzliche Bibliotheken dazu, und jede davon muss bei neuen Versionen mitziehen.

Entwicklungszeit und Kosten.

Beide sparen gegenüber zwei getrennten nativen Apps, weil iOS und Android eine Codebasis teilen. Wie viel das ausmacht, hängt davon ab, wie viele Funktionen doch plattformspezifisch sind, etwa Widgets, Bezahlung im Store oder Hintergrunddienste.

Den Aufwand bestimmt eher das Team als das Framework. Ein eingespieltes React-Team ist mit React Native schneller am Ziel, ein Flutter-Team mit Flutter. Über die Jahre zählt dann vor allem, wie aufwendig es ist, mit iOS, Android, den Stores und den Bibliotheken Schritt zu halten. Was eine App insgesamt kostet und wie ein Projekt abläuft, steht im Ratgeber App entwickeln lassen.

Mehrere Marken aus einer Codebasis.

Viele Unternehmen brauchen dieselbe App mehrmals, etwa für Kunden, Marken oder Länder, jeweils mit eigenem Logo, Farbschema und Store-Eintrag. Mit Flutter steuern wir das über Themes und App-Varianten. Der Code ist derselbe, und ein Update erreicht alle Marken. Bei MOVEVO sind es zehn Apps, bei WBS TRAINING drei Marken.

Flutter-Apps aus unseren Projekten.

Eine Auswahl aus über 250 Projekten seit 2018: die News-App eines TV-Senders, zehn Whitelabel-Apps aus einer Codebasis und eine Lern-App unter drei Marken.

  1. PULS 24 · Medien · iPhone, iPad und Android

    Für ProSiebenSat.1 PULS 4 haben wir die Flutter-App des Nachrichtensenders PULS 24 entwickelt: Livestream und Video-Player, Push-Nachrichten, Umfragen, Podcasts, einen Wahlrechner zur Wien-Wahl und Artikel zum Anhören mit KI-Stimme, dazu Werbung und Reichweitenmessung.

  2. MOVEVO · Whitelabel · iOS und Android · Backend

    MOVEVO bringt Bewegung in Unternehmen. Neben der Movevo-App gibt es Varianten mit eigenem Namen für einzelne Kunden, alle aus einer Flutter-Codebasis und mit Zugang per Code. Die Apps verbinden sich mit Apple Health, Health Connect und Garmin; App, Backend und Betrieb kommen von uns.

    Movevo Move: 4,8 von 5 Sternen im App Store (Stand 22.09.2026).

  3. WBS TRAINING · Lernen · drei Marken · iPhone, iPad und Android

    Die Lern-App von WBS TRAINING erscheint als PUNK by WBS, WBS Training Pro und EVULIX by WBS, alle aus einer Flutter-Codebasis. Teams lösen Challenges, laden Videos hoch und geben einander Feedback. Die App haben wir entwickelt und warten sie; Design und Backend kamen von Partnern des Kunden.

Weitere Apps, etwa die medikamio-App und die Web-App movevo4kids.

Weitere Referenzen

Wann Flutter passt und wann React Native.

Empfehlungen für Flutter, React Native, native Apps und Web-Apps nach Vorhaben
VorhabenUnsere EmpfehlungWarum
Eigenes Markendesign, auf iOS und Android gleichFlutterFlutter zeichnet die Oberfläche selbst; das Design sieht überall gleich aus.
Dieselbe App für mehrere Marken oder KundenFlutterThemes und App-Varianten aus einer Codebasis, wie bei MOVEVO und WBS TRAINING.
Ihr Team schreibt React, die Web-App soll Logik mit der App teilenReact NativeVorhandenes Wissen und geteilter Code können den Ausschlag geben.
Funktionen tief im Betriebssystem, etwa Widgets oder HintergrunddiensteFlutter mit nativen TeilenDiese Teile ergänzen wir nativ. Ist fast alles gerätenah, ist eine native App die bessere Wahl.
Inhalte, die Google finden sollWeb-AppFür Inhalte, die in Suchmaschinen gefunden werden sollen, ist eine Web-App mit Vue.js und Nuxt meist die bessere Wahl.

Welche Technik passt zu Ihrer App?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, ob Flutter, eine native App oder eine Web-App zu Ihrem Vorhaben passt. Sie sprechen direkt mit unserer Geschäftsführung.

Die Stores sind für beide gleich.

Veröffentlicht wird in beiden Fällen über App Store und Google Play, nach denselben Regeln. Apple prüft nach eigenen Angaben mindestens die Hälfte der Einreichungen in weniger als 24 Stunden und 90 % in weniger als 48 Stunden. Bei Google Play kann die Prüfung laut Google bis zu sieben Tage dauern, in Ausnahmefällen länger (Stand Oktober 2026).

Auf welchen Konten eine App erscheint, klären wir zu Beginn. Bei MOVEVO und WBS TRAINING gehören die Store-Konten den Auftraggebern.

Antworten zu Flutter und React Native.

Was Geschäftsführung, Produktverantwortliche und IT vor der Wahl fragen.

Nicht grundsätzlich. Flutter ist stärker, wenn die App auf allen Geräten gleich aussehen soll oder mehrere Marken aus einem Code entstehen. React Native ist stärker, wenn Ihr Team React kennt und Code mit einer Web-App teilen will. Wir setzen auf Flutter.

Wann was passt

Für typische Business-Apps sind beide schnell genug. Flutter übersetzt vorab in Maschinencode und zeichnet selbst; React Native führt Bytecode in der Engine Hermes aus. Unterschiede merkt man eher bei aufwendigen Animationen als bei Formularen und Listen.

Performance

Sie wird vorab in Maschinencode für iOS und Android übersetzt und läuft ohne Browseransicht. Die Bedienelemente zeichnet Flutter aber selbst, statt die des Betriebssystems zu nutzen. Kamera, Standort oder Benachrichtigungen erreicht die App über Plugins.

Ja. Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Was lässt sich übernehmen, etwa Backend und Schnittstellen, und was entsteht neu? Läuft Ihre App gut und passt das Team, raten wir auch davon ab.

Flutter ist Open Source und wird von Google entwickelt; neue Versionen erscheinen regelmäßig. Weil Code und Daten Ihnen gehören und die Fachlogik sauber getrennt ist, bleibt auch ein späterer Wechsel möglich.

Ja, Flutter kann dieselbe App auch für das Web bauen. Für Inhalte, die Suchmaschinen finden sollen, ist eine Web-App mit Vue.js und Nuxt meist die bessere Wahl.

Das hängt von Umfang, Backend, Schnittstellen und Offlinebedarf ab. Weil iOS und Android dieselbe Codebasis nutzen, entfällt die doppelte Entwicklung je Plattform. Den Umfang klären wir in einer Discovery zum Festpreis; danach erhalten Sie ein Angebot mit Festpreis oder Sprint-Budget.

Anfrage

Welche App planen Sie?

Beschreiben Sie, wer die App nutzen soll und wofür. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.

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Worum geht es?

Zum Beispiel: Wer nutzt die App, welche Funktionen sind wichtig, gibt es schon eine App oder ein Backend?

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