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WordPress-Alternativen für Unternehmen.

WordPress läuft laut W3Techs auf 40 % aller Websites, und für viele reicht es. Unternehmen mit mehreren Sprachen, eigenen Funktionen oder strengen Sicherheitsvorgaben stoßen aber an Grenzen, meistens wegen der Plugins. Welche Alternative dann passt, hängt vor allem davon ab, wer die Inhalte pflegt und was angebunden werden soll.

Von Johann, Gründer und GeschäftsführerStand 15. Oktober 20268 Minuten Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • WordPress passt für Blogs und kleinere Websites mit Standardfunktionen. Der Kern ist gut gepflegt; die meisten Sicherheitslücken stecken in Plugins.
  • Für Unternehmenswebsites mit eigener Redaktion, mehreren Sprachen oder Schnittstellen eignen sich Statamic und OctoberCMS (beide auf Laravel), TYPO3, Neos, Craft CMS, Kirby oder ein gehosteter Headless-Dienst.
  • Beim Umstieg ziehen die Inhalte mit, und jede bisherige Adresse leitet auf die neue weiter.

Wann WordPress passt und wann nicht.

WordPress ist das verbreitetste CMS. Laut W3Techs läuft es auf 40 % aller Websites, unter den Websites mit erkennbarem CMS sind es 58,5 % (Stand 14. Oktober 2026). Für fast alles gibt es ein Theme oder ein Plugin, viele Agenturen kennen das System, und Redakteur:innen finden sich schnell zurecht.

Die Kehrseite sind die Plugins. Jedes stammt von einem anderen Anbieter, bringt eigenen Code mit und braucht eigene Updates. Patchstack zählte 2025 im WordPress-Umfeld 11.334 neue Sicherheitslücken: 91 % in Plugins, 9 % in Themes, im WordPress-Kern selbst waren es 6. Für 46 % gab es bei Bekanntwerden noch kein Sicherheitsupdate. Eine Website mit 30 Plugins hat also 30 Stellen, an denen ein Update fehlen kann.

11.334neue Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld im Jahr 2025, 42 % mehr als im Jahr davor
in Plugins91 %
in Themes9 %
im WordPress-Kern6 Lücken
bei Bekanntwerden ohne Update46 %
Wo die Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld 2025 lagen: 91 % in Plugins, 9 % in Themes, im Kern selbst 6. Für 46 % gab es bei Bekanntwerden noch kein Sicherheitsupdate.

Quelle: Patchstack, „State of WordPress Security in 2026“ (Stand 25.02.2026).

Bei WordPress bleiben oder wechseln: Empfehlung nach Ausgangslage
AusgangslageUnsere EmpfehlungWarum
Blog oder kleine Website mit StandardfunktionenBei WordPress bleibenViele Themes, schneller Start, viele Dienstleister. Ein Wechsel bringt hier vor allem Aufwand.
Viele Plugins, häufige Updates, Sorge um die SicherheitWechsel prüfenWenn Funktionen im Projekt entstehen statt aus fremden Plugins, sinken Aufwand und Risiko.
Mehrere Sprachen, Länder oder MarkenWechsel prüfenStatamic Pro, TYPO3 und Neos haben Mehrsprachigkeit eingebaut, ohne Zusatz-Plugin.
Website als Teil von Portalen, Apps oder SchnittstellenHeadless CMSDie Inhalte kommen per API und lassen sich in Website, App und anderen Systemen nutzen.
Einfacher Auftritt ohne AnbindungenBaukastenWix, Squarespace oder Webflow genügen, solange keine Systeme angebunden werden.

Die Alternativen im Vergleich.

Preise fehlen in der Tabelle mit Absicht: Sie ändern sich laufend, und für die Wahl sind sie selten entscheidend.

WordPress-Alternativen für Unternehmen im Vergleich
SystemBasisLizenzPasst für
StatamicLaravel (PHP); Inhalte als Dateien oder in einer DatenbankCore kostenlos; Pro je Website, Updates jährlichCorporate Websites mit Redaktion, mehreren Sprachen und Schnittstelle
OctoberCMSLaravel (PHP), DatenbankLizenz je Website, Updates jährlichWebsites mit eigenen Funktionen, Portale, Verwaltungsoberflächen
TYPO3PHP, eigenes FrameworkOpen Sourcegroße Websites mit vielen Redakteur:innen, Rechten und Sprachen
NeosPHP, Framework FlowOpen SourceBearbeiten direkt auf der Seite, viele Sprachen und Varianten
DrupalPHP, Komponenten von SymfonyOpen SourcePortale mit vielen Inhaltstypen, Rollen und Rechten
JoomlaPHPOpen Sourcekleinere bis mittlere Websites mit Erweiterungen
Craft CMSPHP, Framework YiiSolo kostenlos (ein Konto); Team und Pro je Projektindividuelle Websites mit flexiblen Inhaltstypen
KirbyPHP, Inhalte als Dateien, keine Datenbank nötigeinmalige Lizenz je Websitekleinere Websites mit eigenem Design
GhostNode.jsOpen Source oder gehostet im AboBlogs, Newsletter und Mitgliedschaften
Storyblok, Contentfulgehosteter Dienst, Inhalte nur über eine APIAbo nach NutzungInhalte für Website, App und weitere Kanäle
Wix, Squarespace, Webflowgehosteter BaukastenAboeinfache Auftritte ohne Anbindungen

Statamic, OctoberCMS, Craft CMS und Kirby sind schlanke Systeme, auf denen individuelle Websites entstehen. TYPO3 und Neos bringen viel für große Redaktionen mit, brauchen aber Fachleute für das jeweilige System. Gehostete Dienste wie Storyblok oder Contentful nehmen Ihnen Betrieb und Updates ab; dafür gelten die Preise und Regeln des Anbieters.

Welche Alternative passt zu Ihnen?

Fünf Fragen helfen bei der Wahl: Wer pflegt die Inhalte, und wie oft? Wie viele Sprachen und Länder braucht die Website? Welche Systeme sollen angebunden werden, etwa CRM, Shop oder Buchung? Wer betreibt und aktualisiert das System? Und wie leicht finden Sie später Fachleute dafür?

Empfehlungen für eine WordPress-Alternative nach Vorhaben
VorhabenUnsere EmpfehlungWarum
Corporate Website, die Redaktion pflegt selbst, mehrere SprachenStatamicKlare Bausteine für die Redaktion, Mehrsprachigkeit in Pro, schnell als fertiges HTML mit Nuxt.
Website mit eigenen Funktionen, Kundenbereich oder VerwaltungOctoberCMSCMS und Anwendung auf derselben Laravel-Basis, mit Oberfläche für eigene Daten.
Inhalte für Website, App und andere KanäleHeadless CMSStatamic oder OctoberCMS liefern Inhalte per API. Ein gehosteter Dienst wie Storyblok passt, wenn Sie nichts selbst betreiben wollen.
Große Redaktion mit eigenem TYPO3- oder Neos-TeamBeim System bleibenEin eingespieltes Team mit Fachwissen ist ein guter Grund, nicht zu wechseln.

Lohnt sich der Umstieg für Ihre Website?

Wir prüfen Ihre WordPress-Website kostenlos auf Technik und SEO, KI-Sichtbarkeit, Barrierefreiheit und Sicherheit, auch auf sichtbare Versionsnummern und bekannte Lücken in Bibliotheken. Danach wissen Sie, wo Ihre Website steht und ob sich ein Wechsel lohnt.

Warum wir auf Statamic und OctoberCMS setzen.

Wir bauen Corporate Websites mit Statamic oder OctoberCMS. Beide basieren auf Laravel, dem Framework, mit dem wir auch Portale und Schnittstellen entwickeln; Website und Anwendungen laufen dadurch auf derselben Technik. Das CMS binden wir headless ein: Die Inhalte kommen per API, und Nuxt erzeugt die Seiten vorab als fertiges HTML.

Schematische Darstellung: Bei WordPress laufen Website, Verwaltung und Plugins auf demselben, öffentlich erreichbaren Server, und jedes Plugin braucht eigene Updates. Bei einem Headless CMS pflegt die Redaktion die Inhalte in einem CMS, das nur sie erreicht; Nuxt erzeugt daraus fertige Seiten, die Besucher abrufen.

Die Seiten laden schnell, weil sie fertig auf dem Server liegen. Das CMS ist nur für Ihre Redaktion erreichbar. Funktionen entwickeln wir für Ihr Projekt, statt sie aus Dutzenden fremden Plugins zusammenzusetzen.

Wir wählen Statamic, wenn die Redaktion im Mittelpunkt steht, und OctoberCMS, wenn eigene Funktionen und Verwaltungsoberflächen dazukommen. Statamic läuft etwa bei Wenatex, Werbung Wien und Seven.One Austria, OctoberCMS bei der AK Akademie.

Statamic und OctoberCMS in unseren Projekten.

Eine Auswahl aus über 250 Projekten seit 2018: eine Interessenvertretung, eine internationale Marke und ein Bildungsmarktplatz.

  1. Werbung Wien · Interessenvertretung · Statamic headless · Nuxt

    Die Fachgruppe Werbung Wien vertritt über 12.800 Mitglieder. Aus drei Websites haben wir eine Plattform gemacht, barrierefrei und wartungsarm: Statamic liefert die Inhalte headless an ein Nuxt-Frontend, und die Redaktion pflegt Aktuelles und Veranstaltungen selbst.

  2. Wenatex · Handel · Statamic · Nuxt

    Die Website von Wenatex läuft auf Statamic und Nuxt: Inhalte je Land und Sprache, Produktberatung und Terminbuchung, barrierefrei nach dem European Accessibility Act und auf kurze Ladezeiten ausgelegt.

  3. AK Akademie · Bildung · OctoberCMS headless · Nuxt

    Die AK Akademie der AK Kärnten läuft auf einem headless betriebenen, individuell erweiterten OctoberCMS. Darin verwalten Administration und Bildungsmanagement Kurse, Termine und Buchungen; das Frontend ist eine Nuxt-Anwendung in drei Sprachen.

    Knapp 9.000 Kurse online, knapp 50.000 Buchungen abgewickelt (Stand 30.09.2026).

Weitere Websites mit Headless CMS, etwa für Seven.One Austria und ProSiebenSat.1 PULS 4.

Weitere Referenzen

Der Umstieg von WordPress in drei Schritten.

01

Bestand erfassen

Seiten, Beiträge, Medien, Kategorien und alle Adressen, dazu die Plugins: Was leisten sie heute, und was davon wird weiter gebraucht?

02

Inhalte übernehmen

Texte und Medien ziehen automatisiert um. Aufwendig sind Inhalte aus Page-Buildern wie Elementor oder WPBakery, weil sie als Shortcodes oder verschachtelte Daten gespeichert sind. Daraus werden Bausteine, die Ihre Redaktion selbst einsetzt.

03

Weiterleiten und umstellen

Die alte Website bleibt online, bis die neue auf Staging geprüft ist. Beim Umstellen greifen die Weiterleitungen von jeder bisherigen Adresse.

Bei WordPress-Websites empfehlen wir den Umstieg auf Statamic oder OctoberCMS: Ihre Inhalte ziehen mit um, bisherige Adressen leiten wir weiter. Worauf es beim Umzug für die Rankings ankommt, steht im Ratgeber Website-Relaunch.

Fintech · CMS

„Eine zuvorkommende, offene Kommunikation sowie die überaus rasche Realisierung des Projektes bei Gewährleistung höchster Standards und Sicherheitsaspekte prägten die Zusammenarbeit mit bitcraft. Aus meiner Sicht absolut empfehlenswert!“

Michael Pötscher
CMO, Bitpanda

Antworten zu WordPress-Alternativen.

Was Unternehmen vor dem Wechsel von WordPress am häufigsten fragen.

Eine für alle gibt es nicht. Für Corporate Websites mit eigener Redaktion empfehlen wir Statamic, für Websites mit eigenen Funktionen OctoberCMS. TYPO3 und Neos passen zu großen Redaktionen mit eigenem Team, ein Baukasten zu einfachen Auftritten ohne Anbindungen.

Welche Alternative passt

Der Kern nicht: Patchstack zählte dort 2025 sechs neue Lücken. In Plugins und Themes waren es über 11.000. Das Risiko hängt also davon ab, wie viele Erweiterungen eine Website nutzt und wie schnell sie aktualisiert werden.

Ja, etwa TYPO3, Neos, Drupal und Joomla. Auch ohne Lizenzkosten brauchen Updates, Hosting und Weiterentwicklung Zeit oder einen Dienstleister.

Nicht, wenn der Umstieg sorgfältig geplant ist. Seiten, Beiträge und Medien ziehen um, und jede bisherige Adresse leitet dauerhaft auf die neue weiter. Kurze Schwankungen nach dem Go-live sind normal.

Der Umstieg in drei Schritten

Ja. In Statamic und OctoberCMS pflegt die Redaktion Inhalte in Bausteinen und prüft jede Änderung in der Vorschau, bevor sie online geht.

Ein CMS, das nur die Inhalte verwaltet und über eine Schnittstelle ausliefert. Die Website entsteht getrennt davon, bei uns meist mit Nuxt als fertiges HTML. Dieselben Inhalte kann auch eine App nutzen.

Das hängt von Menge und Zustand der Inhalte ab, von Page-Buildern, Sprachen, Funktionen und Schnittstellen. Erstgespräch und Website-Check sind kostenlos; nach einer Discovery, die den Umfang klärt, erhalten Sie ein Angebot zum Festpreis.

Anfrage

Welche Website sollen wir uns ansehen?

Schicken Sie uns die Adresse Ihrer WordPress-Website. Wir prüfen sie kostenlos, und Sie erhalten eine kurze Analyse mit unserer Einschätzung, ob sich ein Umstieg lohnt.

Danke, Ihr Check ist angefragt. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.

Die Anfrage konnte nicht gesendet werden. Bitte schreiben Sie direkt an office@bitcraft.at.

Zum Beispiel www.ihre-firma.at

Was sollen wir prüfen?

Zum Beispiel: welche Plugins und Page-Builder Sie nutzen, wie viele Sprachen es gibt und ob Shop oder Buchung angebunden sind.

* Pflichtfeld. Wir prüfen nur öffentlich erreichbare Seiten, ohne Anmeldung und ohne Angriffe.