Relaunch kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich Neustart oder Wiedereinführung. Im Marketing steht es für die Neuauflage eines Produkts, bei Websites für eine Website, die neu aufgesetzt wird, statt nur kleine Änderungen zu bekommen.
Website-Relaunch: Ablauf, Checkliste und SEO.
Bei einem Relaunch ändert sich selten nur das Design. Meist sind auch CMS, Struktur und Adressen neu, und ohne Plan gehen dabei Besucher und Rankings verloren. Wir zeigen, wie wir einen Relaunch angehen und was Sie vorher klären sollten.
Von Johann, Gründer und Geschäftsführer
Das Wichtigste in Kürze
- Bevor gestaltet wird, steht fest, welche Seiten heute Besucher, Anfragen und Links bringen.
- Jede alte Adresse leitet dauerhaft auf die passende neue. Google empfiehlt, Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen zu lassen.
- In den ersten Wochen nach dem Go-live schwanken die Rankings. Wer in dieser Zeit Fehlerseiten und Search Console im Blick behält, findet fehlende Weiterleitungen früh.
Wann lohnt sich ein Relaunch?
Meistens gibt es einen handfesten Anlass. Das CMS bekommt keine Sicherheitsupdates mehr, die Redaktion braucht für jede Textänderung die IT, die Website soll in ein weiteres Land, oder aus mehreren Auftritten soll einer werden. Bei Werbung Wien waren es drei Auftritte: die Hauptseite und zwei Bereiche auf eigenen Subdomains, der Rechtsbereich und die Video-Learnings. Daraus haben wir eine Plattform gemacht.
Nicht jeder Anlass verlangt einen Neubau. Sind Technik und CMS aktuell und stört vor allem das Aussehen, reicht ein neues Design auf der bestehenden Basis. Und wenn nur einzelne Seiten langsam laden oder schlecht ranken, genügt es, gezielt diese Seiten zu überarbeiten.
| Ausgangslage | Unsere Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| CMS oder Erweiterungen bekommen keine Updates mehr | Relaunch | Offene Sicherheitslücken lassen sich nicht mehr schließen, und jede Anpassung wird aufwendiger. |
| Mehrere Websites, Länder oder Sprachen sollen zusammenkommen | Relaunch | Eine Plattform mit gemeinsamer Codebasis, wie bei Werbung Wien; bei Wenatex mit Inhalten je Land und Sprache. |
| Das Design wirkt alt, Technik und CMS sind aktuell | Neues Design | Struktur, Inhalte und Adressen bleiben. Ein Umzug ist nicht nötig. |
| Einzelne Seiten laden langsam oder ranken schlecht | Gezielt verbessern | Ladezeit und Inhalte dieser Seiten überarbeiten. Für einen Relaunch ist das zu wenig Anlass. |
Relaunch, Redesign oder neue Domain?
Hinter dem Wort Relaunch steckt Unterschiedliches, und das Risiko für die Rankings hängt davon ab, was sich ändert. Bleiben die Adressen, ist ein neues Design harmlos. Ändern sich Struktur oder Domain, braucht jede alte Adresse ein Ziel.
| Art | Was sich ändert | Risiko für die Rankings |
|---|---|---|
| Redesign | Aussehen und Bedienung; Technik, Struktur und Adressen bleiben | gering, solange Texte und Überschriften bleiben |
| Neues CMS | Technik und Redaktion; die Adressen ändern sich oft mit | mittel: Weiterleitungen und Metadaten nötig |
| Neue Struktur | Menü, Aufteilung der Seiten und Adressen | hoch: jede alte Adresse braucht ein Ziel |
| Neue Domain | die Adresse der ganzen Website | hoch: Weiterleitungen und Adressänderung in der Search Console |
Oft kommt mehreres zusammen, etwa ein neues CMS mit neuer Struktur. Je mehr sich gleichzeitig ändert, desto genauer muss die Liste der Weiterleitungen sein.
So läuft ein Website-Relaunch ab.
Wir gehen in sechs Schritten vor. Wer mit dem Design beginnt, bevor klar ist, welche Seiten heute Besucher bringen, verliert diese Seiten oft beim Umzug.
Bestandsaufnahme
Ein Crawler erfasst jede Adresse der bisherigen Website. Die Search Console zeigt, welche Seiten in den letzten 16 Monaten Klicks hatten; dazu messen wir Ladezeit und Barrieren.
Ziele und Struktur
Welche Anfragen sollen über die Website kommen, und von wem? Daraus ergeben sich Seitenstruktur und Inhaltstypen. Erst danach steht fest, was das CMS können muss.
Vorlagen und Bausteine
Wir gestalten Vorlagen und Bausteine statt einzelner Seiten. Damit baut Ihre Redaktion später neue Seiten selbst, barrierefrei von Anfang an.
Entwicklung und Inhalte
Frontend und CMS entstehen parallel, die bestehenden Inhalte ziehen um. Erste echte Seiten sehen Sie früh auf einer Testumgebung, dem Staging.
Weiterleitungen und Tests
Jede alte Adresse bekommt ihr Ziel. Auf Staging prüfen wir Weiterleitungen, Formulare, Ladezeit, Barrierefreiheit und Metadaten, bevor umgestellt wird.
Go-live und Nachkontrolle
Umgestellt wird zu einem ruhigen Zeitpunkt. Danach geht die neue Sitemap an die Search Console, und in den ersten Wochen sehen wir regelmäßig nach Fehlerseiten, Rankings und Anfragen.
SEO beim Relaunch: So bleiben die Rankings.
Bei Google hängen Rankings an der Adresse einer Seite. Bekommt eine Seite eine neue Adresse, muss Google sie erst finden und neu einordnen. Fehlt die Weiterleitung, landen Besucher und Links von anderen Websites auf einer Fehlerseite, und der Platz in den Suchergebnissen ist weg.
Deshalb gibt es bei jedem Relaunch eine Weiterleitungsliste: links die alte Adresse, rechts die neue. Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen mit dem Status 301 oder 308, direkt zum Ziel und ohne Ketten. Viele alte Adressen pauschal auf die Startseite zu leiten, sollten Sie laut Google vermeiden. Für ein eingestelltes Angebot ist die passende Übersichtsseite das bessere Ziel.
| Bisherige Adresse | Neue Adresse | Status |
|---|---|---|
/leistungen/webdesign.html | /leistungen/websites/ | 301 |
/?page_id=42 | /kontakt/ | 301 |
/blog/2019/relaunch-tipps/ | /ratgeber/website-relaunch/ | 301 |
/produkte/modell-x/ (eingestellt) | /produkte/ (passende Übersicht) | 301 |
Neben den Adressen zählt, was auf den Seiten steht. Texte, die heute Besucher bringen, sollten Sie nicht kürzen, nur weil das neue Design weniger Platz lässt. Title, Description und Überschriften übernehmen wir oder verbessern sie bewusst; interne Links, Canonical und hreflang zeigen auf die neuen Adressen. Nach dem Go-live reichen wir die neue Sitemap in der Search Console ein. Wechselt auch die Domain, kommt dort die Adressänderung dazu.
Mit Schwankungen müssen Sie trotzdem rechnen: Laut Google kann es bei mittelgroßen Websites einige Wochen oder länger dauern, bis die neuen Adressen in der Suche erscheinen. Auf unserer eigenen Website zählt die Statistik jeden Aufruf einer Fehlerseite mit seiner Adresse. So fällt eine fehlende Weiterleitung auf, bevor sie Besucher kostet. Bei unserem Relaunch Ende September 2026 haben wir unter anderem die früheren englischen Seiten weitergeleitet, die es nicht mehr gibt.
Sichtbar in KI-Antworten, auch nach dem Relaunch.
Für ChatGPT, Perplexity, Copilot und die KI-Funktionen von Google gelten großteils dieselben Regeln wie für die normale Suche. Bei Relaunches wird aber oft übersehen, dass die großen KI-Crawler, etwa die von OpenAI, Anthropic und Perplexity, kein JavaScript ausführen. Entsteht der Inhalt einer Seite erst im Browser, sehen sie eine leere Seite. Wir erzeugen die Seiten deshalb vorab als fertiges HTML, meist mit Nuxt.
Prüfen Sie außerdem, ob robots.txt und Bot-Schutz die gewünschten Crawler zulassen. Jede Leistung braucht eine eigene Seite mit klaren Aussagen, und Name, Adresse und Leistungen sollten überall gleich angegeben sein. Eigene KI-Dateien braucht es laut Google für die Suche nicht. Was eine llms.txt trotzdem bringt, steht im Ratgeber llms.txt.
Wo steht Ihre Website heute?
Vor einem Relaunch lohnt sich ein Blick auf den Ist-Zustand. Wir prüfen Ihre Website kostenlos auf Technik und SEO, KI-Sichtbarkeit, Barrierefreiheit und Sicherheit und schicken Ihnen eine kurze Analyse mit den Punkten, die der Relaunch mitnehmen sollte.
Checkliste für den Website-Relaunch.
Zum Abhaken, nach Zeitpunkt geordnet.
Vor dem Relaunch
- Alle Adressen erfassen, aus Sitemap und Crawl
- Seiten mit Klicks, Anfragen und Links aus der Search Console exportieren
- Ladezeit, Barrieren und Sicherheit messen
- Ziele, Zielgruppen und Inhaltstypen festlegen
- Weiterleitungsliste anlegen
- Klären, wer Inhalte liefert und freigibt
Vor dem Go-live
- Weiterleitungen auf Staging durchklicken
- Title, Description, Überschriften, Canonical und hreflang prüfen
- Formulare und Einwilligungen testen
- Statistik einbinden, Ziele von Werbeanzeigen auf neue Adressen umstellen
- Ladezeit und Barrierefreiheit messen
- Sperre für Suchmaschinen nur auf Staging, nicht auf der neuen Website
- Fehlerseite mit Suche und Links gestalten
- Alte Website sichern
Nach dem Go-live
- Neue Sitemap in der Search Console einreichen
- Fehlerseiten und Weiterleitungen beobachten
- Klicks, Rankings und Anfragen mit den Werten von vorher vergleichen
- Wichtige Links auf anderen Websites anpassen lassen
- Weiterleitungen mindestens ein Jahr behalten
- Nachsehen, was KI-Suchen über Ihr Unternehmen sagen
Was beim Relaunch oft schiefgeht.
Am häufigsten fehlen Weiterleitungen, oder alle alten Adressen führen pauschal auf die Startseite. Besucher, die über einen alten Link kommen, landen dann nicht dort, wo sie hinwollten, und die Rankings der alten Seiten sind weg.
Fast genauso oft bleibt die Sperre aus der Testumgebung stehen. Ein „Disallow“ in der robots.txt oder ein „noindex“ gehört auf Staging. Auf der neuen Website sorgt es dafür, dass sie nach und nach aus der Suche verschwindet.
Ein dritter Klassiker sind gekürzte Texte. Im neuen Design wirken lange Seiten schnell zu lang, also wird gestrichen. Haben diese Texte die Besucher gebracht, fehlen sie danach.
Und manchmal ändern sich Domain, Struktur und Inhalte gleichzeitig. Sinken danach die Besucherzahlen, lässt sich kaum sagen, woran es liegt.
Woran Sie den Erfolg messen.
Ein Relaunch ist gelungen, wenn die Website danach mehr leistet als vorher. Halten Sie deshalb vor dem Go-live fest, wo Sie stehen, und vergleichen Sie nach vier bis acht Wochen: Klicks und Impressionen aus der Search Console, die Positionen der wichtigsten Seiten, die Zahl der Anfragen und die Ladezeit auf dem Handy.
Dazu kommt eine Zahl, die selten gemessen wird: wie lange Ihre Redaktion braucht, um eine neue Seite zu veröffentlichen. Wenn das nach dem Relaunch ohne IT geht, hat er sich oft schon deshalb gelohnt.
„Wir sind selbst ein Softwareunternehmen und hätten unsere Website intern bauen können. Wir haben sie bitcraft gegeben, damit unser Team an der Lernplattform bleibt. Das Ergebnis: zweisprachig, schnell, ausfallsicher – und in Google wie in der KI-Suche gefunden. Technisch auf dem Niveau, das wir von uns selbst erwarten.“

Wovon die Kosten abhängen.
Was ein Relaunch kostet, hängt weniger an der Zahl der Seiten als an dem, was dahintersteckt. Den Aufwand bestimmen Vorlagen und Bausteine, Sprachen und Länder, Menge und Zustand der Inhalte, angebundene Systeme und der Betrieb nach dem Go-live. Zehn Seiten mit Buchung und CRM-Anbindung machen mehr Arbeit als hundert Seiten aus derselben Vorlage.
Erstgespräch und Website-Check kosten nichts. Den Umfang klären wir danach in einer Discovery, und Sie erhalten ein Angebot zum Festpreis.
Antworten zum Relaunch.
Was Marketing, IT und Geschäftsführung vor einem Relaunch wissen wollen.
Die Neuauflage einer bestehenden Website. Neu sind mindestens Design und Technik, oft auch Struktur, Inhalte und CMS; die Domain bleibt meist dieselbe. Anders als bei einer ganz neuen Website gibt es Besucher, Rankings und Links, die erhalten bleiben sollen.
So läuft ein Relaunch abEin Redesign erneuert das Aussehen; Technik, Struktur und Adressen bleiben. Ein Relaunch greift tiefer und braucht deshalb einen Plan für die Weiterleitungen.
Kurzfristig schwanken sie fast immer. Verloren gehen sie vor allem, wenn Weiterleitungen fehlen oder gut rankende Inhalte gestrichen werden. Laut Google kann es bei mittelgroßen Websites einige Wochen dauern, bis die neuen Adressen erscheinen.
SEO beim RelaunchGoogle empfiehlt mindestens ein Jahr, besser so lange wie möglich. Wir raten, sie dauerhaft zu behalten: Alte Links in E-Mails, PDFs und auf anderen Websites werden noch Jahre später angeklickt.
Das bestimmen die Zahl der Vorlagen, Sprachen und Schnittstellen und wie schnell Inhalte und Freigaben kommen. Den Zeitplan legen wir nach der Discovery gemeinsam fest; erste Seiten sehen Sie früh auf Staging.
Nicht zwingend. Bekommt Ihr CMS noch Updates und kommt die Redaktion gut damit zurecht, kann es bleiben. Für einen Neubau setzen wir Statamic oder OctoberCMS als Headless CMS ein. Bei WordPress-Websites empfehlen wir den Umstieg auf Statamic oder OctoberCMS: Ihre Inhalte ziehen mit um, bisherige Adressen leiten wir weiter.
Eine Zahl ohne Bestandsaufnahme wäre geraten. Den Preis bestimmen Vorlagen, Sprachen, Inhalte, Schnittstellen und der Betrieb danach. Erstgespräch und Website-Check sind kostenlos; nach der Discovery erhalten Sie ein Angebot zum Festpreis.
Wovon die Kosten abhängenRund um Ihren Relaunch.
Leistungen und Ratgeber, die beim Relaunch weiterhelfen.
Relaunch mit Headless CMS: von der Bestandsaufnahme bis zum Betrieb
Umstieg von WordPress, TYPO3, Neos, Drupal oder Joomla
Welches CMS statt WordPress passt
Für wen die Pflicht nach BFSG und BaFG gilt
Was die Datei bringt und wer sie liest
Gefunden in Google und in KI-Antworten
Welche Website steht vor dem Relaunch?
Schicken Sie uns die Adresse. Wir prüfen Ihre Website kostenlos, und Sie erhalten eine kurze Analyse mit den Punkten, die Ihr Relaunch mitnehmen sollte.